… wurde naemlich auch mal Zeit, was vom Land zu sehen. Richtig anzugucken, nicht nur im Vorbeiflug zu erhaschen. Von Juan und Matthias gab das einen Tip: ‘Fahrt nach Real de Catorce. Lohnt sich.’ Lohnt sich. Vor allem dann, wenn man des naechtens die 20 Kilometer Rumpelpumpelkopfsteinpflasterpiste ueberstanden hat.
... obwohl das geschlossen aussieht, eine Coca gab das doch noch...
Tunneleingang
Die halbzerfallene Minenstadt ist nur durch einen zwei Kilometer langen Tunnel, den „Ogarrio-Tunnel“ zu erreichen . Vor der mexikanischen Revolution beherbergte die Stadt fast 30.000 Einwohner. Zu ihrer Blütezeit war die Stadt eine der wichtigsten Minenstädte Lateinamerikas. Ja ja, so schnell kann das gehen. Nach dem ganz heissen Hinweis, im ELReal zu uebernachten, haben wir das auch getan. Das Hotel gehoert einem, der als Seeraeuber in Hollywood Karriere gemacht hat, dabei aber durchaus auf dem Teppich geblieben ist.
Oberpirat. Kann aber kein Waesserchen trueben, wie man sieht. Oder doch?
… hab extra das unscharfe genommen, von wegen Bilderklau und so… Weil ich zu faul zum Selberschreiben bin, zitier ich mal eben schnell was:
Real de Catorce, der vollständige Name der Stadt lautet „Villa Real de Minas de Nuestra Señora de la Limpia Concepción de Guadalupe de los Alamos de Catorce », bedeutet wörtlich übersetzt « Die königlichen Vierzehn ». Über die Entstehung des Namens „Die königlichen Vierzehn » gibt es zwei unterschiedliche Versionen. Während die eine Version davon spricht, dass sich der Name evtl. auf vierzehn Banden bezieht, die bei der Entstehung der Stadt in den umliegenden Bergen ihr Unwesen trieben, spricht die andere Version davon, dass sich der Name der Stadt evtl. auf vierzehn spanische Soldaten, die um das Jahr 1700 von rebellierenden Indios getötet wurden, bezieht. Vor der spanischen Eroberung wurde die Region um Real de Catorce von Chichimeken bewohnt. « Villa Real de Minas de Nuestra Senora de la Limpia Concepción de Guadalupe de los Alamos de Catorce » (kurz: Real de Catorce) wurde im Jahre 1638 gegründet. Nach der Stadtgründung erfolgten immer wieder Angriffe der Chichimeken, die versuchten, das ihnen geraubte Land zurück zu erobern. Der letzte Angriff auf die Stadt erfolgte im Jahre 1744. Nachdem im Jahre 1772 riesige Silbervorkommen entdeckt wurden, wuchs die Stadt auf ca. 30.000 Menschen an. Mit einer Silberförderung im Wert von ca. jährlich drei Millionen Dollar, während dem 18. und 19. Jahrhundert, wurden in Real de Catorce die reichsten Silberminen Mexikos betrieben und die Stadt entwickelte sich zu einer der wichtigsten Minenstädte Lateinamerikas. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt jedoch in den Wirren der « Mexikanischen Revolution » von den Minenbesitzer verlassen. Die wenigen Minen, die danach noch betrieben wurden, warfen nicht mehr genug Gewinn ab und wurden zu unrentabel. Seit einigen Jahrzehnten haben sich in Real de Catorce einige ausländische Künstler und Aussteiger aus Europa und Nordamerika zu den wenigen, in der Stadt lebenden einheimischen Familien, niedergelassen. Nachdem sie die verfallenen Kolonialhäuser wieder bewohnbar machten, verkaufen sie heute Schnitzereien und Schmuck an die Touristen. Einige dieser Aussteiger dürften auch von dem „Ruf des Peyotes „ angelockt worden sein.
Das weiss Wikipedia dazu. Was wir wissen, ist die Tatsache, dass das Nest mit Touristen ueberschwemmt wird, die auf den kleinen Hottepferdchen durchs Gelaende geschaukelt werden. Ja ja. Verfall der Sitten, aber einiges hat doch durchaus sagen wir urspruenglichen Charakter…
Muster
Ecke mit Strom
Picknick
Pferdebengel
.. sieht so ruhig aus...
... war es aber gar nicht...
Geweihtes Lichts gab das auch hier
Wahrscheinlich laestern die gleich ueber uns ;-)
... ich hab nichts gemacht. Ehrlich...
Lausebengel
noch ein Lausebengel ;-)
... im Tunnel.
… und nun wissen wir auch, wo die ganzen Touristen herkommen, deren Kaleschen man im Ort gluecklicherweise nicht so sieht…
... au weia.
.... vor dem Abgrund warnt schwarz/gelb...
... mach keinen Mist, Colaflaschenfahrer...
Sieht nicht nur aus wie Schienen, waren mal welche
… irgendwie mussten die ihr Silber ja auch aus der Stadt rausbekommen. Und wie ich auf Bildern im Ort und im Hotel gesehen habe, wurde das mit einer Pferdebahn organisiert. Muss fuerchterlich anstrengend gewesen sein. Fuer Pferd und Bremser ;-)
... in diesen Bergen ist es versteckt...
… und der kleine, unternehmungslustige Trupp schaukelt weiter gen Sued, auf zu neuen Abenteuern. Die erwartung uns in San Miguel… Bis dahin erst einmal froehliches Bilder begucken und so :-)