
Kokosgeruch dringt ölig in die Nase. Der Mittag flimmert auf der Haut. Salz mit einer leichten Note Tang. Leon soll sich den Hut wieder aufsetzen und auch besser ins Wasser pinkeln. Zaghaft gleichgültig plätschern Wellen in den Sand.
Am Feldrain, das Dasein besteht aus einem seligen Hineinstarren in einen blauen Himmel. Verstohlen schälen sich Bilder von aufgestocherten Ameisenhaufen dazu, mit nackten Füssen über den Sommerweg neben der mit Birken gesäumten Chaussee, gedankenloses Hinausblicken auf die Felder, horchend in die Ferne, wo der Gesang der Mädchen wohnte.
Wilde Rosen, Weissdorndickichte, durch das kein Fuss zu dringen imstande ist, dazwischen sich dehnende Wiesen und duftende Felder im sacht wispernden Wind. Leise knackt reifendes Getreide, auf den Mähbalken wartend. Sommerfalter tauchen lichtberauscht taumelnd auf und spielen vorbei. Über der Landschaft liegt ein blauer Sommerduft und ein Schweigen wie aus beinahe vergessenen Tagen, in das von Ferne verlorenes Glockenläuten dringt.
Libellen schiessen in reissendem Flug über das träge Wasser der alten Schleuse und standen plötzlich wie angenagelt in der Luft, durch die heisse Stille ist das Schwirren der Flügel zu hören. Platschend fällt der schuppige Geselle zurück in die kühle, gelbgrün durchdrungen schimmernde Tiefe. Dann setzt das Zirpen der Grillen wieder ein.
Es ist ein vollkommender Frieden, eine vollständige Glückseligkeit, die sich in der warmen Luft baden. Die Linde vor dem Haus duftet Sommersicherheit.




