
Den Tech-Abhängigen auf die Tastatur geschaut. Es ist wahrlich putzig, wie sich Forenbewohner drehen und winden und dabei ihre Unwissenheit um die Möglichkeiten dieser Tage und – wie immer – erst recht in Sachen Fotografie ungeschönt herausposaunen.
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Damit eines gleich klar ist : Telefone haben ihre limits. Das ist bekannt. Du brauchst Licht, am besten auch viel. Der Brennweitenbereich ist beschränkt – ich käme kaum auf die Idee, mit unpassendem Kram auf Vögel loszugehen oder Hochleistungssport oder sonst das alles, was die Oberspezis sich umgehend zurechtdenken und damit einen einen Haufen Kreativität und Zeit verschwenden. Die Dinger sind in der Bedienung eher ‘suboptimal’. Das gerne brutal spiegelnde Display kann echt miese Laune machen, wenn du nichts zum drüberstülpen dabei hast. |
Hanging On In Quiet Desperation
« Du magst ‘Knipsen’ und ‘Fotografieren’ als Synonyme verwenden, ich nicht. 99 % der Handybesitzer haben nicht die geringste Ahnung von Fotografie », « Was gibt es am Handy zu beherrschen, wenn die KI das regelt? », « Mit dem Ding kannst maximal Schnappschüsse machen » und « Wenn Freistellung gewollt ist, ist heute, Ende mit SP [Anm.: SmartPhone]. Und genau das ist der nicht unerhebliche Unterschied », « Mein Fazit ist, dass FÜR MICH, das SP noch meilenweit entfernt ist, um damit das zu machen, was ich möchte. Ob es das jemals kann, wage ich echt zu bezweifeln. Denn ich würde immer die physikalische Freistellung durch Blende und Sensor einem gerechneten Ergebnis vorziehen », « Haben die mehr gemacht, als das Motiv anzuvisieren und abzudrücken? », « werden es doch alle Betrachtenden bemerken und diese Bilder [Anm.: Aus der ‘richtigen Kamera’] den Smartphone-Bildern stets vorziehen », « durch die ganzen Vollautomatiken hat man normalerweise die Gestaltung nicht mehr selbst in der Hand », « Je mehr die Menschen das Denken einer KI oder einem Programm überlassen, desto weniger denken sie selbst nach, bzw. desto weniger verstehen sie die einfachsten Grundlagen! Und das ist das gefährliche daran » – Hein, kurzatmig aufgeregt, läuft zu Hochform auf.
(Das sind alles Originalzitate. Lass sie dir auf der Zunge zergehen.)

Ach Hein … Du hast keinen blassen Schimmer von dem, was Fotografie ausmacht, weiss ich doch. Aber musst Du das echt immer und immer wieder so laut absondern ? Da kriegste ja Ohrenfiepen bei …
Mit diesen Ansagen da oben sagst Du erst einmal, dass Du offenbar keine Ahnung hast, dass es Kamera-Apps gibt, die deutlich mehr können, als die Standardanwendung. Ich habe auf meinem Mobilknochen eine installiert, die lässt mich Weissabgleich, grün / magenta, ISO, EV +- genauso simpel ändern, wie Fokuspunkt verschieben und den Punkt, wo die Belichtung gemessen werden soll. Langzeitbelichtung geht. Stürzende Linien ausbügeln ? Kein Ding. Wird vor dem Druck auf den Auslöser angezeigt, welcher Bereich ‘übrigbleibt’. Und selbst in der Standardanwendung darf ich dem Ding sagen, dass ich kein klickbunti als Nachbearbeitung haben will. HDR lässt sich abschalten. Es gibt einen RAW-Modus für den, der es braucht. Jpg lassen sich ebenfalls locker flockig nachbearbeiten ; wenn die Belichtung einigermassen sitzt, sogar sehr gut – auch so eine Sache, die in Deiner beschränkten Welt unmöglich ist, oder ?
Reine Bequemlichkeit, gepaart mit gewaltigem Unwissen, was Du diesbezüglich so in die Welt bläst.
« Handybesitzer haben nicht die geringste Ahnung von Fotografie. Ohne KI-Unterstützung würden sie überwiegend fotografischen Ausschuss produzieren ». Natürlich, Hein, natürlich.
Intelligence Artificielle, IA (ich finde das gerade äusserst lustig … ) – also Künstliche Intelligenz (KI) : Was machen denn die ‘richtigen’ Kameras ? Augen-AF, Gesichtserkennung, Autowagenerkennung, Vogelerkennung, Mopederkennung, sonstige Tiererkennung, die ausgefuchsten Trackinggeschichten wahrscheinlich zu erheblichem Teil ditto … das ist alles KI-Zauberei. Und was kommt dann von Dir ? « Fotografen bekommen ihre Bilder notfalls auch ohne die (durchaus nützlichen) Helferlein hin, wenn es sein muss ». Tatsächlich ? Für Dich ist Fotografie die unfallfreie Handhabung des Gerätes ? Kopf ➢ Tischplatte. Bumm. Wobei – Dein Hobby so als Kamerabesitzer sind halt Schaltkreise. Fotografie auf keinen Fall. Denn die beginnt, wenn der technische Krempel sozusagen ‘im Hintergrund’ abläuft.
« Bei dir vielleicht, bei mir nicht. »
War klar, dass das Deinen Horizont überschreitet. Bist halt ein Knipser. Für Dich ist augenscheinlich die ‘grosse Kunst’, Modus ‘A’ einzudrehen (damit die Blende schön sperrangelweit offenbleibt, gell ?). Ich weiss : den Rest macht der Wunderkasten mit allem, was die Entwickler und Programmierer ihm haben angedeihen lassen. Ausgefuchste Belichtungsmessmodi, Auto-ISO (erzähl mir nichts, die ist bei Dir aktiv. Dafür reitest viel zu gerne drauf rum), IBIS, OIS, Serienbildgeratter, teilweise speichert das Ding schon los, wenn der Auslöser nicht mal ganz gedrückt ist … Und Du willst mit diesen ganzen Dingen ‘etwas Besseres’ sein, als der, der ein Telefon in der Hand hat und damit Bilder machen will. Denk lieber noch einmal ganz kurz nach. Das ist kein Stück anders. Kein bisschen. Gut, Brennweite hat der schwarze Wunderkasten mehr an Möglichkeiten, aber ab dem Moment, ab dem das Linsenmonster da dranhängt … lattenhagen. Motiv anvisieren, abdrücken. Vollautomatik, von Dir herablassend überheblich belächelt. Klar. Wurden alle ersonnen und da eingebaut, damit sich der Fotograf ‘nur noch’ um das Wesentliche zu kümmern braucht, das, was innerhalb des Suchers so alles passiert und wie das anregend geordnet werden möchte.
Weil Du offenbar erhebliche Schwierigkeiten mit dieser kognitiven Transferleistung hast : Sucher bei ‘richtigen’ Kameras sind das ground glass (das ist bei Grossformat, 4×5 inches und grösser), klassischer Sucher zum von oben durchgucken (Mittelformat hat sowas im hochpreisigen Segment als Zubehör bzw. liefert das gleich mit, bei Fuji GFX weiss ich jetzt nicht), der Sucher zum reinlunsen und zwar gleich, ob klassisch optisch oder Rangefinder oder elektronisch, das Display. OH ! Aufgemerkt ! Diiiisplay – klingelts ? Rückseitiges Kameradisplay und Telefon, frappierend, diese Ähnlichkeit. ‘Im’, respektive ‘auf’ diesem Sucher bzw. in dem von dem Dingen gebildeten Rahmen spielt sich Fotografie ab. Und da kommen nun die ganzen feinen Sachen ganz normaler visueller Kommunikation. Kontraste aller Art, Linien aller Art, bisserle figure-ground, spaces, framing und subframing, juxtaposition, Farben in allen Facetten und Möglichkeiten natürlich, (Grössen-)Verhältnisse … Alles, was auf ‘Gestalt’ basiert, ist erst einmal Psychologie des ganz banalen Sehens und Wahrnehmens und darf angenehm in diesem Viereck angeordnet werden.
« Jetzt wird es psychedelisch von dem, was du da schreibst, verstehe ick keen Wort. »
Kann ich nachvollziehen. Ausser Blende 1.4, 1.2, NULL FÜNFUNDNEUNZICH *sabber sabber schubber* keinen Schimmer von solchen Sachen. Und lass Dein « Wir reden doch über Technik und nicht über künstlerisch » gleich in der Tastatur, das rettet Deinen Kopf kaum noch aus der selbst umgelegten Schlinge. Ich rede von richtiger, echter Fotografie. Da sind solche Sachen von ganz fundamentaler Bedeutung. Es ist deutlich mehr, als Offenblende und Drittel’regel’ ohne Balance. Und es sind mit Sicherheit keine Vollautomatiken am Werke. Aber wer weiss das heute schon, vielleicht wird Dir diese Last ja zukünftig auch von den Schultern genommen. Schwimmst ja eh schon nur zu gerne im mainstream mit.
« Zum lernen empfehle ich allerdings kein Smartphone. Ich finde die zum lernen zu weitwinklig ».
Ich habe es bestimmt irgendwo bereits erwähnt, (spätestens) ab 35mm (KB sowie Derivate) und erst recht drunter fangen tatsächliche Fotografen an, ihre Bilder wenn irgend machbar nach Hintergrund, Mittelgrund und Vordergrund aufzubauen. Layering. Mit den den Telefonen eigenen 28 bzw 26mm kann das ganz ausgezeichnet geübt und praktiziert werden.
« Ich knipse mit meinem Smartphone (reicht für normale Urlaubsbilder mittlerweile mehr als aus). Mit meinem Fotoequipment dagegen fotografiere ich ». Merkste jetzt selbst, was Du da von Dir gibst, oder ? Hoffentlich. Fotografen können mit jedem Ding mit Sucher etwas zaubern. Jede Umgebung ist ein gute und mieses Licht einer dieser urban myths.
Sie hatte gegessen. Noch was aus dem Tiefkühlfach. Salvo’s Cheese Cheddar Mac. Es hatte wie in Fett getränkte Pappe geschmeckt und sie hatte sich so aufgebläht gefühlt wie die Schlange nach dem Verzehr der Maus. Über die schmucklosen Mietshäuser legte sich Trübsinn.