22 Mai 2026

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Der Titel ist schamloses clickbait. Altmodisch dazu, denn es bräuchte für schickimicki-Hipster noch einen Klammerzusatz « (es stimmt tatsächlich) » oder ähnlichen Quark. Für mich sofort ein Hinweis, dass da ein Blechkasper vor sich hingebrabbelt hat. KI in der Fotografie, bei der Bearbeitung vor allem. Muss. Das. Programm. Haben. Alles. In Echtzeit sowieso, egal, was dem Blechheini abverlangt wird. Sonst sofort Datenmüll. Ist wirklich überall zu lesen (es stimmt tatsächlich). Damit einher geht eine galoppierende « Faulheit » bis hin zur Verblödung, die sowieso meist schon stiefmütterlich behandelte (wesentliche) Eigenschaft des Fotografen, sein mindset, seine Haltung zu dem festgehaltenen Geschehen vor dem Objektiv, bleibt auf der Strecke (es stimmt tatsächlich).

Flat Ground, Highlander !

Wo man aktuell auch kramt und liest, überall ist « KI macht den Fotografen immer überflüssiger » ein Thema. Das ist nur bedingt begründet. Ich lasse für das Folgende den Bereich der Werbung und Produktfotografie raus. Da geht in der Tat die Luzie ab und soll jetzt nicht interessieren. Die « working pros » da, die wissen das und stellen sich einfach um ; das ist reine Bildproduktion mit einem klar definierten Ziel, visuell überzeugende Ergebnisse zu liefern. Da ist eine « persönliche Handschrift » eher schwierig, keinesfalls unmöglich, aber ein Angang. (Der Markt der stock-Fotografie ist endgültig in den allerletzten Zuckungen, war aber seit jeher schon auf « unkomplizierter Inhalt, schlicht, universell » ausgerichtet, da hat sowas wie die Persönlichkeit eines Fotografen eh nie eine Rolle gespielt. Ist auch unerwünscht, weil der Plunder auf möglichst « alles » passen soll, reine Illustration 😉
Beziehe es auf « allgemeine Gebrauchsfotografien », bitte, keine speziellen Spezialgebiete, wie die Superoberpros das wahrscheinlich gleich wieder aus dem Ärmel schütteln können, « aber aber aber … » 🤨🙄. Gleichfalls habe ich weniger « pure » Dokumentation im Sinn, dokumentarische Fotografie hingegen sehr wohl. Danke.

Nach meinem Verständnis liegt das Kernproblem des « überflüssig werdenden Knipsers » vielmehr darin, als Fotografie auf eine Frage technischer Qualität, stilistischer « Konsistenz » und (algorithmischer) Optimierung behandelt wird. Mit KI wird das rasant beschleunigt, die greift schliesslich auf das zu, was es gibt. Und je mehr es von irgendetwas in irgendeine Richtung gibt, desto … Diese Jagd nach likes und « Reichweite » des Massengeschmacks mit dem Ergebnis, dass sich alles irgendwie « gleich » anfühlt. Oftmals auch aussieht. Bunt, poliert, artifiziell und das, was dann teilweise oder gleich ganz aus einer künstlichen « Intelligenz » kommt, das gibt uns den Rest. Finaler Fangschuss.

We're Trading Craft for Convenience

Dieses hin zu einer vermeintlich effizienten Produktion visueller Erzeugnisse ist das Problem. Bild knipsen, « alles weitere in der post », ins Programm laden, KI drüberhecheln lassen, hoch ins Netz damit und … vergessen. Die Ergebnisse und vor allem auch den Prozess. Fastfood. Klatschklatsch, Tüte aufreissen, 5 mn, *ping !*, mampf mampf schnell das Telefon scrollscroll. Scroll. « Was hast du da gerade eben gegessen ? » « Ich ? Gegessen … Hm. Keine Ahnung. Irgendwas, halt » scrollscroll. Mit einer zur reinen Bildproduktion verkommenden « Fotografie » ist es vielfach genauso. Keine Vorbereitung, keine Zubereitung, Nachbereitung ? « Häh ? Waf ? » … nur noch Konsum um des konsumierens Willen.

Fotografie in ihrem Kern und ihrem eigentlichen Wesen nach ist aber alles andere, als Bildproduktion. Fotografie für mich ist die sichtbare Spur eines Sehens. Einer Art des Sehens, welches sich in Entscheidungen konkretisiert. Was wird von dem vorbeiziehenden Wirrwarr vor der Linse ausgewählt, was wird rausgeworfen, welche Distanz zum Motiv wird eingenommen, welche Perspektive behauptet, welcher Moment festgehalten ? Wenn Brennweite, Ausschnitt und Timing keine bloßen technischen Parameter mehr sind, sondern verdichtete Form(en) einer höchstpersönlichen Haltung zu dieser Welt. Wenn die Praxis des Sehens beinahe wichtiger ist, als das Endergebnis.

Eine solche « Haltung » entsteht schon lange vor dem Moment der Aufnahme. Es ist ein sich allmählich (und im besten Falle immerwährender) Prozess aus Wiederholung, Imitation und – vor allem – Reflexion über das eigene Tun, das Sich-Auseinandersetzen mit den eigenen Bildern, was ‘gut’ ist oder war und – noch wichtiger – woran es gelegen hat, dass so manche Sachen in die Wicken gegangen sind. In solchen Überlegungen und Schlussfolgerungen manifestiert sich meinem Verständnis nach die Entwicklung eines Fotografen. Wer nur danach fragt, was « funktioniert » Im Sinne von « was bringt die grösste Reichweite und möglichst viele ‘likes’ », der ersetzt diesen Prozess durch ausschliesslich externe Kriterien wie Aufmerksamkeit, Zustimmung vor allem, Anschlussfähigkeit, mithin mainstream. An dem Punkt verschiebt sich Fotografie von einer gelebten Praxis des Sehens hin zur stumpfen Optimierung. Genau an diesem Scheidepunkt wirst du als ‘Fotograf’ obsolet, denn das können die Blechkasper mit ihren Algorithmen und geklauten Schnipseln besser. Und schneller. Und vermeintlich « billiger ». « Billig » ist oft das Ergebnis.

KI liefert Ergebnisse, ohne überhaupt eine fotografische, geschweige denn eine (höchst)persönliche Frage zu formulieren. « Geistige », subjektive, persönliche Unsicherheiten werden glattgebügelt, Abweichungen vom mainstream « korrigiert ». Dein Bild wird mit dem (zu) « schnellen » Einsatz von KI-Hilfsmittelchen nahtlos in bestehende « Sehgewohnheiten » eingefügt. Die Frage « Warum habe ich das so gesehen, angeordnet, fotografiert ? » und damit ein Verstehen, das Verstehen, wird eliminiert. Damit auch die, nämlich Deine innere Notwendigkeit, Fotografie überhaupt zu betreiben. Fotografie sui generis ist für mich bedeutsam, als sie erkennen lässt, dass da jemand auf eine bestimmte Art und Weise gesehen, seine Haltung zu und gegenüber dieser Welt im wahrsten Sinne des Wortes gezeigt hat. « Gut aussehen » hat damit nur periphär etwas zu tun. Die(se) innere Selbstbefragung unterscheidet für mich Fotografie von reiner Bildproduktion, Handwerk mit allem Zipp und Zapp von schlichtem Konsum.

Letting It Go For A Better Offer

(Ganz oder teilweise KI-generierte) Simulationen ersetzen heute vielfach « die Realität », was zu einer « Hyperrealität » führt, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Medien, inzwischen überwiegend aus diesem « social media »-Bereich, dominieren unsere Wahrnehmung von « Realität ». Dieses führt zu einer neuen Form von « Realität », die mehr durch symbolische Simulationen als durch direkte, will heissen subjektive Erfahrungen geprägt ist. Kopien übernehmen die Vorherrschaft, man muss sich fragen, ob es überhaupt noch ein Original gibt ; Realität und Simulation verschmelzen so sehr, gehen so stark ineinander über, dass die Grenzen zwischen beiden kaum noch benannt werden können. Derartige « Realitäten » beginnen, ihre eigenen « Wahrheiten » zu verbreiten – guck nur auf diese Scheinglitzerblingbling-Welt, die in diesen « social media » suggeriert wird und die erschreckenderweise wahrhaft zu « existieren » scheint für so manchen …  (wenn Du tiefer einsteigen möchtest, so sei Dir Jean BAUDRILLARD, Simulacres et Simulation (1981) ans Herz gelegt. Auch mit 45 Jahren brandaktuell 😉 ).
Zu welchen Blüten das führen kann, hat kürzlich ein « Experiment » gezeigt. Da hatte wer die Traute, ein Bild eines echten Monet fett mit « gebastelt von einer KI » zu versehen und um « Kritik » zu bitten. In den Kommentaren ist illust, wie sehr man doch « dagegen ist ». Die eben erwähnte Theorie wird sehr, sehr deutlich : Zum einen, was man so für « simulacre » meint einordnen zu « können », zum anderen, dass « simulation » doch irgendwie auf Ablehnung stösst und schlussendlich wird unter Einsatz von etwas Wissen und Nachdenken gewahr, dass und wie Grenzen derzeit (mit irrsinniger Geschwindigkeit) verschwimmen und sich verschieben.

Was allerdings bleibt, ist ein schleichender, eigentlich bereits galoppierender, gar « durchgehender » Prozess einer Standardisierung von glattgebügelter, simpel(st)  konsumierbarer « wabbelnder Realität », weil das « KI-Gebastel » als mahnender Hinweis in aller Regel unerwähnt bleibt. Die Algorithmen machen den Rest und holen derlei Zeug desto öfter nach oben, je häufiger sowas in die Welt gejagt wird. Schnelle Sichtbarkeit und möglichst geringe, am besten gar keine Herausforderungen für ein Verständnis sind eindeutig besser und schneller « verkaufbar » im Bildertsunami. An die Heinis, die da Werbung zwischenscheissen, bekomm das nur in keinen falschen Hals. « Money Money Money » in den Rachen der Plattforminhaber, alles andere ist denen völlig gleichgültig. Mach Dir da nicht länger etwas vor. Es geht kein bisschen um dieses lästige Beiwerk. Das ist « leider » notwendig, weil sich den anderen Müll alleine keiner angucken würde. Oder gibt es diese Dauerwerbesendungen mit lästiger Filmunterbrechung noch ? Mein Stand der Dinge ist alles andere als aktuell, diesbezüglich. Keine Glotze beim ollen Ketzer, nur dieses « Kulturzeugs » ab und zu 😉 
(Am Rande : In der « Werbung » ist dieser mainstream-Plunder inzwischen auch ein echtes Problem. Weichgespült und visuell nahezu gleichgeschaltet geht nämlich langsam aber sicher nach hinten los und soll dem nicht so sein, brauchst richtig Nerven. Von den Ausmaßen der Tragseile der Golden Gate Bridge, am besten. Richtig widerlich nervig, was sich da entwickelt hat. Da möchtest in den briefings gerne mal mehr als nur eine entsicherte Handgranate loskullern lassen.)

Wenn Du diesen Zug « Die Welt will halt veräppelt werden » entern möchtest, dann Vollgas. Nur … willst Du Dich selbst und Deine Lieben auch so (billig) hinters Licht führen ? Stell Dir die Frage ruhig einmal. Gleiche das mit der, also Deiner « Realität » ab und ob Du als neudeutsch imposter – klassisch Hochstapler, Blender, Poser – in die Annalen eingehen und im Gedächtnis bleiben willst. Gestern noch brennend heisser Wüstensand und Kamele in der vollverspiegelten Ray-Ban, heute klirrend klappernd Arktis hinter der windzerzausten Pelzkapuze (selbstredend häschtäkk Kunstpelz häschtäkk GegenQualhaltungTiermord, und den säuerlich stechend beissenden Fauch, der da rauskommt, den bekommt am Bildschirm(chen) ja keiner mit. « Natur » bleibt müffelfrei, by the way. Trägst doch auch aus genau diesem Grund Merino drunter, oder ernsthaft eines dieser knisternd elektrisch geladenen Wunder des Chemiekombinats aus Schkopau ?). Realiter, so ganz in echt und ehrlich, wirklich und « authentisch » müssen die neues Leben entwickelnden Pizzakartons runter und auch die Bergkette aus leeren Dosen könnte in Bares umgetauscht werden. Frischluft wäre mal wieder … euhh … bah ! 😉

« Deine Bilder sind immer irgendwo und irgendwie ein Selbstportrait ». 

Sogar meine kommerziell gemachten. Weniger, als die persönlichen, aber auch.

An Iterative Process Like Everything Else

Dieses Zitat eben kann niemandem wortwörtlich zugeordnet werden, aber dem Kern nach geht es mindestens auf Ansel ADAMS und Edward WESTON zurück. Du bist die Summe deiner Erfahrungen. Ich habe da vor knapp zwei Jahren schon etwas zu verfasst und möchte das ein wenig vertiefen, erweitern, was weiss ich … Dieses « Anhäufen » von Erfahrungen, guten und in die Wicken gegangenen Erlebnissen, Gefühltem, Wissen, das ist ein fortwährender Prozess. Erst recht, wenn über Dinge auch nachgedacht wird, statt sie nur zu konsumieren. Dann füllt sich dieser Sack. Nachdenken, Reflektieren, Verbindungen zu bereits Bekanntem herstellen – neudeutsch « deep thinking », das schafft Verbindungen im Hirn. Die arbeiten sachte vor sich in und kommen in allen möglichen und unmöglichen, überraschenden, stillen und unerkannten, unbewussten Momenten zum Tragen. Das Wunder der Geistesblitze, wenn du so willst. Bezogen auf die Fotografie bedeutet das für mich, dass ein Bild bereits existiert, bevor ich die Kamera überhaupt am Auge habe und auslöse. Ich begreife « das Ganze » als einen Prozess, in dessen Verlauf das Foto nur einen kleinen Moment ausmacht. Wenn ich irgendetwas als festhaltenswert bemerke, dann ist da « dieses Bild » in seinen Grundzügen bereits enthalten. Die « bewusste » Feinarbeit macht den Rest und selbst in der bleiben noch Punkte offen, zum Beispiel weiteres Herausarbeiten am Rechner, nachher. 

« Intuition » als Teil « des Ganzen », sehen, anordnen, auslösen, ggfls. Nachbearbeitung, Art der Nachbearbeitung, mein ganzes Wissen um Komposition, Absicht, Farbe in Funktion und Bedeutung und Interpretation etc pp, das « automatisch », « unbemerkt, « einfach so », in meinem (tieferen) « Inneren » abläuft und in dem Moment des Machens von mir seltenst direkt beschrieben werden kann. Weil diese ganzen Dinge eben in Fleisch und Blut übergegangen sind, im Unterbewusstsein toben und arbeiten. Die im Nachgang allerdings oft genug auseinandergedröselt werden können. Als Ergebnis eines langen, langen Prozesses, der mal mit einem (sehr konzentrierten) Auseinanderdröseln von Bildern begonnen hat, Schritt für Schritt nach Mustern und den gefürchteten « Regeln » pfücken, und anschliessend vielem, sehr vielem bewussten Achten auf solche Dinge und Anwenden der Sachen weitergegangen ist. Weitergeht. Aber immer ein Steinchen nach dem anderen, nie alles auf einmal. Dann das Kombinieren der Einzelteile zu einem « Ganzen ». Damit wird eine Fotografie gleichzeitig zu einer « Geschichte der Person, die dieses Bild gemacht hat », also diesem « Selbstportrait » (unter anderem, weil ich in einem Portrait zudem mehr als nur ein Abbild sehe, und dieses « Mehr » auch möglichst immer versuche, in meinen Bildern unterzubringen, mehr oder weniger offensichtlich). « Zu diesem Bild, da hat den Fotografen etwas hingeführt ».

Das bringst du mit in deine Bilder und doch ist es nur die sozusagen « halbe Wahrheit », nur die eine Hälfte. Wenn überhaupt. Auf der anderen Seite ist der Betrachter und der hat auch seinen Sack an Erfahrungen, die er zu deinem Bild mitbringt, sich damit sozusagen selbst einbringt. Eine Fotografie, das ist eine stumme Kommunikation zwischen dem Fotografen und dem Betrachter. Deshalb sind für mich « technisch einwandfreie Bilder » auch so schwer zu packen, einzuordnen, zu verstehen. Denn die sind so dermassen clean, poliert, bereinigt, dass es mir schwer bis kaum möglich ist, eintauchen zu können bis hin zum gar nicht mehr eintauchen wollen. War das nur noch das Gerät, oder ist da noch ein Mensch dran beteiligt gewesen ? « Aktiv » ? Mit allen Sinnen und allem, was ihn ausmacht, statt nur als Knöpfchendrücker oder « prompt engineer ».
Und es ist wohl mit einer der tiefsitzenden, ganz wesentlichen Gründe, aus denen die analoge Fotografie (das ist die mit Film und so 😉 ), das Analoge per se, momentan ein (vielleicht nur kleines) Revival erlebt. Im Grunde ist es keineswegs die verzweifelt als Argument herbeigezerrte « Entschleunigung », die das so begehrenswert, liebenswert macht. Für mich liegt das vielmehr in einem ganz tief verankerten Verlangen nach etwas « Menschlichem » mit all seinen Imperfektionen. (« Entschleunigt », das geht auch mit der digitalen Knipse. Musst dich nur (richtig) zusammenreissen können … kommt ganz unten noch was zu, stay tuned 😉 ).
Anballungen von Silberhalogeniden, die sind zufällig, wenn überhaupt, dann nur sehr schwer reproduzierbar und machen damit den Unterschied zu « clean », perfekt, sauber, vorhersehbar. Die bringen « Leben », « reales » Leben (und die Farbtöne mit den durch das Medium per se eigenen Nuancen und Verläufen dito). Wie das Knistern der Staubpartikelchen in einer Schallplattenrille, die sich trotz allem Putzens da hinverirren, völlig unabhängig von Tönen, die das Ohr nicht mehr mitbekommt, der Körper aber durchaus in der Lage ist, zu registrieren. Hey, das ist noch aus Zeiten, bevor alles mit Gewalt durch den compressor auf ein einheitliches (meistens zu lautes) Level geprügelt wurde. Mal « Dark Side of the Moon » von Pink Floyd mit richtig guter Technik und richtig guten Boxen oder Kopfhörern gelauscht ? Da sind Tiefen, von denen hattest nicht einmal geahnt, dass die da sind 😉 . Zugegeben, digital geht das auch, Dire Straits haben das mit « Private Investigations » bewiesen – den Abwurf der Flasche, deren Wirbeln im Flug und wenn die in der Ferne zersplittert, das kann man auch hören 😉 . Allerdings will sich darauf eingelassen werden WOLLEN. Dann allerdings wirst du sehr direkt feststellen, was dieses KI-Zeugs alles nicht kann. So ein Algorithmus hat kein Gespür, keine Erfahrung, kein eigenes Erleben. Für den schnellen Konsum à la Küchenradiogedudel im Hintergrund reicht das vielleicht, « bewusst » geht anders. Immer noch und ich bin überzeugt, auch zukünftig. Mensch braucht etwas « Unfertiges », damit eine Auseinandersetzung, eine Art Kommunikation überhaupt (erst) stattfinden kann, und wenn es ‘nur’ ein « punctum », dieser kleine Stich, dieses Stolpern über eine Unfertigkeit in | aus der Erfahrungswelt des Betrachters ist.

Time to Smell the Roses

Mach Dir nichts vor, ich bin kein Stück altmodisch und will auch gar nichts romantisieren. Dieses KI-Zeugs (vor allem, wenn es um Bilder geht, das Textgeschwafel ist noch eine ganz andere Baustelle … ) ist in meinen Augen lediglich eine sehr konsequente, (allerdings umfassendere, in andere Bereiche ebenfalls eingreifende) « Weiterentwicklung » einer seit diversen Dekaden bestehenden, sich allmählich entwickelt habenden « Entmündigung », die uns als « wir wollen doch nur dein Bestes » verkauft, geradezu untergejubelt wurde. Das ging mit den halbautomatisch arbeitenden Kameras los, Blendenautomatik die eine, Zeitautomatik die andere, Kleinkrieg unter den « ambitionierten » Knipsern in den Leserbriefspalten der « Fach »Gazetten. Dann Vollautomatik, dann AF. Alles fein, aber so peu à peu hat man der Kamera Entscheidungen freudig überlassen, die früherTM der Fotograf noch alle selber getroffen hat. Mit dieser zunehmenden Vollautomatisierung (Telefonknipsen an erster Stelle, gelle, kein Stück anders inzwischen die « echten Knipsen », auch wenn Hein und seine Kumpane das in ihrer arroganten Schlichtheit immer noch nicht akzeptieren können 🤪) werden wir der Möglichkeit beraubt, Fehler zu machen und bei der Durchsicht und Analyse ( ! ) lernen, uns weiterentwickeln zu können. Ich weiss, Foren sind voll mit Hilfeschreien. Da iiegt es aber regelmässig an der Weigerung der Knipsenbesitzer, sich mit dem Gerät tatsächlich auch mal zu befassen, auseinanderzusetzen. Denn « richtig » konfiguriert funktioniert das Monster wie das Telefon out of the box. Ein Bild heute so richtig zu versauen, da braucht das echt Mühe, schreibe ich ja öfter mal und bleibe ich auch bei. Und mit « Mühe » meine ich keineswegs, die eigene Unfähigkeit und das Nichtwissen in fotografischen Dingen so richtig auszuleben, sondern ganz bewusst, mit voller Absicht herausfordern, dass es « Murks » wird. 
Wenn ich es runterbreche, dann ist das knipseln mit diesen hochgezüchteten Dingern ein betreutes Fotografieren, statt Entscheidungsfreiheiten wahrnehmen. Und lass es gleich sein, ist besser : Blende aufreissen ist für mich keine « Entscheidung ». Das ist Rettungsanker, wenn alle Stricke reissen und ansonsten schnöde « Masche ». Nichts anderes 🫠. « Ja, aber ich hab doch die Entscheidung in der Hand, mich gegen diese Entmündigung zu entscheiden ». Really ? Wann das letzte Mal VOLLmanuell gearbeitet ? Und wenn Du einer dieser aussterbenden Spezies sein solltest, wer macht das denn noch ? Eben. Modus ‘A’ ist schon eine sehr nette Sache, so im Groben und Zerhackten. Oder halt sunny 16, aber das ist eher eine Spielwiese für Hartgesottene, die auch ansonsten wissen, was sie da grad tun. Nee, der eigentliche Knackpunkt ist woanders begraben, komm ich gleich drauf.

Also, die Entwicklungen in der Kameratechnik, die sind in meinen Augen lediglich die Vorgeschichte der künstlichen « Intelligenz » : Der kreative Prozess wurde Schritt für Schritt verändert — inklusive der Möglichkeit zu irren, zu scheitern, zu ringen. Genau das aber gehört für mich zur Kreativität. Nicht diese eingetrichterte Jagd nach « Perfektion », zu einer Standardisierung von « Sehgewohnheiten », « Inhalten » und « wie die auszusehen haben », präsentiert werden « müssen ». Übersaturiert, überschärft, überentrauscht, zu fiese Kontraste. Das alles ist ohne einen zwischengeschalteten, wesentlichen Schritt gefährlich. Zu « glatt », und oft halt auch kein punctum (mehr).

Für mich geht es bei Fotografie darum, eine wie auch immer geartete Stimmung festzuhalten, die mich selbst berührt hat. Das sollte doch der Kern sein, wann berührt mich ein Moment so sehr, dass ich das Gefühl habe, dieser Impuls könnte auch auf einen anderen überspringen ? Irgendwie hat für mich jedes Bild einen Klang, eine Resonanz, manchmal auch eine Dissonanz. Das liegt in, an der Aufnahme selbst ; ein Bild hat sowas wie ein Echo. Dieses Echo schwingt, und dieses Schwingen ist etwas extrem Subtiles, ganz schwer beschreibbar, aber zu fühlen. Dieses Subtile, dieses « Feine », das fehlt bei KI völlig. Ein « technisch besser », transportiert das die gleichen Gefühle ? Hm. Meistens eine eher fehlgeleitete Vorstellung. Meine Ansicht.

The Most Underrated Skill in Photography (es stimmt tatsächlich)

Den Klammerzusatz konnte ich mir gerade nicht verkneifen 😁 Nun gut. Eine Sache, die es nirgendwo zu kaufen gibt : Deine Neugierde. Deine Offenheit gegenüber allem. Deine Aufmerksamkeit a.k.a. übelst gequälte « Achtsamkeit », Deine Präsenz im Hier und Jetzt. Und aus dieser Neugierde ergibt sich für mich nahezu zwingend eine Frage, nämlich die nach dem WARUM.

« Warum mache ich dieses Bild ? » 

Damit stehe ich beileibe nicht allein auf weiter Flur. Diese Frage stellen sich wirklich alle echten Fotografen und machen da vor allem auch absolut keinen Hehl draus. Das ist richtig, richtig wichtig. Denn das ganze Gewusel deines « Ich », das trifft Entscheidungen, wenn ich etwas fotografisch « Festhaltenwürdiges » mitbekomme.

Die einfache Antwort auf das « Warum » ist, dass die Fotografie Dinge dokumentiert. Festhalten, was geschehen ist, wie etwas aussah und wer anwesend war. Das ist korrekt und auch ‘wichtig’, aber deutlich zu unvollständig. Wenn derart « pure » Dokumentation der einzige Sinn der Sache wäre, bräuchten wir von jedem Motiv lediglich ein einziges, kompetent gemachtes Foto – und wären dann fertig. Allerdings werden Millionen Bilder von Sonnenuntergängen, Straßen, Sehenswürdigkeiten und Gesichtern gemacht, weil damit etwas erreicht werden möchte, das über das bloße Festhalten der Tatsache hinausgeht, dass diese Dinge existieren.
Es ist der Versuch, etwas zu vermitteln. Dem Betrachter etwas sehen, fühlen oder verstehen zu lassen, was ihm andernfalls verborgen bliebe. Genau das unterscheidet die Fotografie von der reinen Dokumentation. Zu zeigen, was vorhanden war, ist nur der Anfang ; was es mir bedeutete in dem Moment, wie es sich anfühlte, warum es von Belang war – das ist die eigentliche Aufgabe, « Arbeit », wenn du so willst. Denn damit kannst du einen Betrachter, der eben keinen persönlichen Bezug, keine eigene Erinnerung zu ‘der’ Situation hat, mitziehen, gibst ihm dazu eine Chance.
Ein Portrait, das dich die Erschöpfung der Person spüren lässt. Eine Straßenszene, die Chaos oder Einsamkeit vermittelt. Eine Landschaft, die eine Stimmung erzeugt, die über das bloße Zeigen der Kulisse hinausgeht. Bei jedem einzelnen frage dich schon vor dem Druck auf den Auslöser « Was lässt dich das empfinden ? » , « Was versucht es dir zu sagen ? ». Das führt dazu, zu erkennen, dass mit Absicht fotografiert werden kann, dass man versucht, jemand anderen das fühlen zu lassen, was man selbst gefühlt hat.

Was ist es überhaupt, das meine Aufmerksamkeit erregt hat ? Empfinde ich etwas dabei ? Was ? Warum diese Szene ? Warum dieser Moment ? Warum diese Distanz ? Warum diese Auslassung ? Muss ich was « wegräumen » ? Wann kommen alle Elemente, die ich drinhaben will, in ihre « richtige » Position ? Figure-ground ? Wo sind die Diagonalen ? Kann ich warten, bis das fällt, wie ich es will und von dem ich ahne, spüre, fühle, dass es « funktioniert », so rein visuell ? Sollte ich wiederkommen, bis das Licht ? Oder Augen zu und durch ?
Wie bekomme ich dieses Gefühl ausgedrückt ? Was will ich überhaupt aussagen ? Was bleibt dafür drin im Rahmen ? Was fliegt raus, weil ich vom Typ her schon anderer Meinung bin ?  Welche Brennweite ? Weit für ein Mittendrin und Präsenz ? Räumliche Offenheit ? Distanz und Gewusel ? Hektik ? Leben ? Länger für etwas distanzierter bis hin zu « Beobachter » ? Verdichtend ? Isolation ? Welche Kamerahöhe a.k.a. point of view ? Augenhöhe für neutral, gleichberechtigt ? Von etwas tiefer bis ganz tief für gross, einflussgebietend, ehrfürchtig, beängstigend, herausragend, idolisierend, dämonisierend ? Von oben für Hascherl, unterwürfig, devot, beherrschend, machtausübend, Kontrolle, niederdrückend ? Aus welchem (horizontalen) Winkel ? Frontal für den direkten, offenen, ehrlichen Kontakt, Konfrontation ? Seitlich von vorne für beobachtend ? Seitlich von hinten für ein Loslassen, Ziehenlassen, weggehen, abweisend, abwendend ? Wie viel Raum nach oben ? Unten ? Rechts ? Links ? Gefüllt ? « Leer » ? 
Welche Belichtung ? Heller für luftig, leicht, weich, sanft, blendend, strahlend, überstrahlend, göttllich ? Oder knapper für stimmungsvoll, theatralisch, beunruhigen, beängstigen, mysteriös, schlichtes düster, traurig, eingeigelt ?
Wie setze ich das vorhandene Licht ein ? Wo sollte vielleicht was weggenommen werden ? Muss ich eventuell zusätzliches Licht reinbringen ? Welche Beichtungszeit ? Kurz, um alles einzufrieren ? Länger bis ganz lange ? Bewegung andeuten, zeigen ? Zeitablauf darstellen ? Welcher Schärfebereich ? Keule auf die Augen und ganz offen, den Betrachter direkt und unverfroren hinprügeln, was er gefälligst zu sehen HAT ? Oder kann ich ihn sachte leiten und ihm Zeit geben, zu entdecken, seine eigene Geschichte zu spinnen ? Komposition, Linien ? Licht | Schatten ? Wenn ja, wo und wie ? Schatten in Ruhe wirken lassen, geheimnisvoll ? In Ruhe lassen, weil sie einrahmen, umrahmen, den Blick führen ? Farben, die was mitteilen ? Allgemein Kontraste, die leiten oder festhalten ? Wo ? Wie gross, wie deutlich im Bild ?
Ist da irgendwo etwas, das in der Nachbearbeitung auf jeden Fall berücksichtig werden muss ? Oder kann ? Irgendwo aufhellen ? Abschatten ? (hey ! das ist das klassische dodge&burn … ) Vignette ? wenn ja, wieviel ? Welche Richtung, weiss oder dunkel ? Kontrastkurve ? Klarheit hoch oder doch lieber runter, weil das sonst zu sehr ballert ? Was macht der Himmel ? Geht da noch was ? In welche Richtung ? Ganz tauschen ? Hab ich dafür was mit dem passenden Licht, der richtigen Entfernung, der richtigen Stimmung ? Nervende Elemente im Bild, die es nicht weiterbringen und wegkönnen ? Oder gehen die anders, eleganter aus dem Blick ? Ist das elektronisch verursachte Rauschen hinnehmbar, weil es etwas « erzählt », zur Stimmung beiträgt, mein Gefühl von bei der Aufnahme unterstreicht, fördert ? Oder bringt es nur unnötig Unruhe und macht was kaputt und gehört gemindert oder gar ganz weg ? Wie sieht es mit der Farbbearbeitung aus ? « Roter Faden » drin ? Oder doch eher offen und ehrlich ein bunter Kasten ohne Zusammenhang ? (Das geht gegen den hemmungslosen Wechsel von wilden « Filmrezepten » und ähnlichen Quark, der leider viel zu oft zu sehen ist. Wenn schwarzweiss, dann von Anfang an, weil es eine komplett andere Art des Sehens erfordert. Hinterher am Rechner gucken, ob sw es vielleicht « rettet » ist Murks. Der « Unfall » ist schon vor dem Druck auf den Auslöser passiert. Rein damit in den Kopf. Gleiches bei Farb« film » – Cinestill ist eine andere Nummer, als Velvia. Ein und dasselbe Motiv = zwei offensichtlich aufeinander folgende Bilder aus einem shoot mit a und den nächsten mit b sieht fürchterlich aus und zeugt nur davon, dass du zu Entscheidungen nicht stehst … Punkt. Versuch gar nicht erst, darüber mit mir diskutieren zu wollen. Ist genauso zum Scheitern verurteilt.)

Dann ganz allgemein : Was hat geklappt ? Was ist schiefgegangen ? Muss ich was wiederholen ? Weiter üben ? Mal anders ausprobieren ? Wo habe ich gezweifelt ? War ich unsicher ? Formale Sackgasse, tried, fired and forget it ? Aber « anders » geht es für mich in Ordnung ? 

Aus diesem Warum ergibt sich dann das Wie in all seinen Façetten, psychologisch, aus meiner Erfahrung, meinen inneren Werten, Überzeugungen und Haltungen gegenüber meiner Umwelt. Beide gehen teilweise ineinander über, wirst du gemerkt haben. So Fragen stelle ich mir, andere auch. Vieles davon geht im Prozess « intuitiv », ohne (Nach)Denken, spätestens beim Editing vulgo sortieren und der Nachbearbeitung sind sie aber sehr präsent. Das macht etwas mit einem. Da entwickelt sich eine fotografische Haltung, oft genug fernab jeden Standards. Meine Bilder gefallen nicht jedem, « müssen » sie auch gar nicht, will ich machmal auch überhaupt nicht. Aber ich weiss, was ich da veranstalte. Und das ist kein mainstream. Hoffe ich. Kann ich auch, aber warum ? Eben. Ein Algorithmus stellt solche Fragen nicht, der kloppt einfach zusammen, was « gefragt » ist, was « funktioniert hat » (schon immer) und das war es. Wenn KI nun zunehmend Antworten liefert, bevor die eigentliche Frage überhaupt (aus)formuliert wurde, verkürzt sich dieser Prozess des Denkens und vor allem der der Reflexion.

Menschen verlernen, sich über ihre eigenen Gründe des Sehens Rechenschaft abzulegen.
KI macht faul (und damit dümmer), weil sie die Notwendigkeit zur bewussten (ästhetischen) Entscheidung « unsichtbar » machen kann.

« You Need a Point of Departure »

« You need a point of departure » – das stammt nachweislich von Dorothea LANGE und ist so eine Sache, die ich Dir ebenfalls gerne noch ans Herz legen möchte. Du brauchst einen Startpunkt. Ausgangsbahnhof. Abfahrtsbahnsteig. Schlicht und ergreifend ein Projekt, ein Thema. Das ergibt sich auch aus einem Warum, nämlich der Frage « Warum fotografiere ich eigentlich ? ». Mach Dir mal Gedanken dazu, schreib es Dir auf. Das so gern und oft genannte und geliebte Notizbuch.

Damit hängt unweigerlich zusammen, WOFÜR deine Bilder sein sollen. « Social Media » zählt nicht. Essay | « Reportage » | homepage oder Blogartikel | Heftchen | Buch … das sind die Dinge, wo es interessant wird. Ziel ist, mehr in Serien zu denken, denn lediglich in Einzelbildern. Habe etwas zu sagen 😊. Und lass das gedankenlose Ballern mit Dauerfeuer in der Hoffnung, ‘den Moment’ zu erwischen. Konzentrier dich. Bewegungen sind vorhersehbar, deren Höhepunkte ebenfalls. Mit Intention, zielgerichtet arbeiten. Auswahl treffen (können), dir die Zeit dafür geben und dir einfach Zeit lassen – viel zu viele verwechseln das mit « Entschleunigung ». Nein, es ist Disziplin. Ganz schnödes Zusammennehmen können.

Aus einem solchen Projekt oder Thema heraus ziehst du « zielgerichteter » los. Klar, gibt viele, die behaupten « Geh ohne festen Plan los, das macht freier und und und hastenichtgesehen ». Klar. So zusammenhangslos sehen viele « portfolios » dann auch aus. Da mögen durchaus brauchbare, richtig tolle Sachen beisein, aber wenn du das mal « in Reihe » siehst, dann hast da das Dilemma. Keine Konsistenz. Hübsche Ansammlung, aber kein « Werk ». Kein Zusammenhang. Keinen Plan. « Intentionless Powerhouse ». Alles und irgendwie nichts.
« Ohne festen Plan loszuckeln » ist irgendwie … « doof » ist zu grob. Es fühlt sich für mich irgendwie komplett falsch an. « Geh ohne grosse Erwartungen los. Aber habe ein Thema oder Projekt im Hinterkopf » finde ich schöner. Ausserdem ist so ein Thema eine feine Leitschnur beim Durchgucken der Ausbeute nachher, Editing. Jede « Aufgabe » hat einen kommunikativen Zweck. « Erfolg » bedeutet, dass es dir gelungen ist, bei jemandem genau jenes Gefühl, jene Sichtweise oder jenes Verständnis hervorzurufen, das du beabsichtigt hast. Dies erfordert die Überlegung, welche visuellen Elemente eine emotionale Reaktion auslösen. Wie du über visuelle Kommunikation denkst, was dir ganz natürlich gelingt und was weitere Anstrengungen benötigt. Das offenbart sich im Editing.

Durch deine Interessen und Krams wirst du ein Thema finden, entwickeln, schliesslich haben und das – weil es aufgeschrieben und damit « verfestigt » ist – verankert sich im Unterbewussten und arbeitet mit Dir und für Dich. Gib dir selber einen (kleinen) Auftrag, den du « erledigen » möchtest. Das wird dir klamm und heimlich eine Struktur verpassen, für dein Tun. Auf Teufel komm raus ein bestimmtes Motiv zu finden, finden zu « müssen », davon verabschiede Dich. Das wird auf Zwang ohnehin entweder gar nichts oder schiefgehen, weil irgendwas wieder mal unpassend ist. Lass Meister Zufall kommen, wenn er Lust hat. Wird passieren, ich bin da durchaus durch und habe meine Schlüsse gezogen. Plan B, sozusagen, « nur » ungefähr in die Richtung, in die Du eine Vorstellung entwickelt hattest, aber hey ! zeig, was Du kannst 🙂 Schlimmstenfalls wird  für einen anderen Deiner Bereiche was dabeisein, sehr wahrscheinlich sogar. Und wenn selbst das implodiert ? Dann bist du immerhin unterwegs gewesen und hast so ein wenig vor dich hingeübt. Auch solche Tage verfestigen « deine Handschrift » in deinen Bildern. « Sehen mit einem Zweck dahinter ». Das ist viel wert. Praxis. Expertise 🙂 Unbezahlbar. Kann auch kein Blechkasper. Und die in deinen Bildern sichtbare Persönlichkeit ist die deine. Deine ganz allein.

Eine Klarstellung ganz zum Schluss :

Ich halte die Möglichkeiten, die dieses KI-Zeugs bieten kann durchaus für irre und verschliesse mich demgegenüber kein Stück. Nur braucht es Köpfchen, das als Hilfsmittel für sich ackern zu lassen. Das soll mich selbst, meine Arbeit nach vorne bringen. Alles andere ist für mich inakzeptabel. Mehr Achtsamkeit 😉 . Auf der Hut sein, hinterfragen, eigentlich alles ( ! ) und vor allem sich selber einigermassen treu bleiben, weiterbilden, am Ball bleiben. Sonst gehst du unter. Dann bist du ersetzbar. Umgehend.

quelquepart, à l'aéroport
quelquepart, à l’aéroport

Die Fluggesellschaften taten nicht einmal mehr so, als gäbe es so etwas wie Service oder Beinfreiheit oder andere Annehmlichkeiten, nicht einmal mehr in der Business-Class. Man wurde eingesperrt und sass in der Falle.




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