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Hein, ich betrachte es als Fortschritt, dass Du Dir wenigstens ein winziges Stück Gedanken über dieses Phänomen namens ‘Bild’ gemacht hast. Nur bist Du immer noch gewaltig diesem Paralogismus verhaftet, der Dir von diesen Möchtegernprofis a.k.a. influencern a.k.a. Marktschreiern a.k.a. Aalschmeissern und in diesen Foren eingeimpft worden ist – Kameraelektronik. Das ist das, was Du eigentlich meinst. Es ist völlig okay, sowas als Freizeitbeschäftigung zu haben. Es ist nur etwas grundlegend Anderes, als Fotografie. Halte das auseinander und wir könnten vielleicht sogar Kumpels werden. Irgendwann. Ganz vielleicht. Vergiss es. Lass es mich auf den Punkt bringen : Wenn wir als Menschen ein Bild in den Blickkreis bekommen (und es ist vollkommen gleichgültig, ob das ein klassisches Buch oder Magazin ist – das sind diese Dinger aus Papier … – oder beim hektischen Wischen auf diesen Glasdingern), dann entscheiden wir innerhalb von Sekundenbruchteilen, ob uns das ‘gefällt’ oder peng (‘gefällt’ steht gleichbedeutend für ‘interessiert’, ‘anregt’ oder sonstwas, das uns dazu veranlasst, uns möglicherweise etwas näher damit beschäftigen zu wollen.). Sekundenbruchteile. Das ist wie « sofort ». Visuelle Elemente und wie die präsentiert werden. Das ist das, was Du immer so gerne so irre weit von Dir schieben willst. Mit anderen Worten : Komposition. Gestaltung. Anordnung. Es geht halt erst ganz ganz hinten um Deine bescheuerte ‘Bildqualität’.
Mir ist das durchaus geläufig, dass Dir das gerne fremdbleiben soll, da reitest Du ja oft und vor allem laut genug drauf rum. Deshalb sind Deine Machwerke Datenschrott. Tand. Es ist schon mit dem thumbnail zu erkennen, da brauche ich keine Grossansicht für. Und erst recht keinen Beweis in 100%, dass Deine tolle Knipse so arbeitet, wie vom Hersteller vorgesehen. Das macht die schon, da kannst Du ganz beruhigt sein. Dein Problem ist, die wesentlichen Dinge visueller Kommunikation und damit ‘Bild’ vehement zu ignorieren. |
Für ‘gute Fotografie’ ist es bei Weitem zu wenig, zu denken, es genüge, eine Kamera einigermassen unfallfrei zu beherrschen. |
Selbst wenn dieses 105mm Glasbausteinding dreimal Sachen können soll, die mit einem kleineren Sensor angeblich unmöglich sein sollen : Das, was Du mir dem Ding fabrizierst, ist Müll. Massiver Block in Bildmitte was das model sein soll, eine Linie macht Schwerthieb durch den Kopf, heller magischer Fleck im Hintergrund – weiter. Weg da. |
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Mlle in der “Bibliothek” oder was da Thema sein sollte – alle, aber auch wirklich *ALLE* Linien und Kontrastareale lenken das Auge auf das Buch. Das ist leider komplett unscharf. Mlle fällt nicht wirklich auf. Kontrast zu mau im Verhältnis zum Rest. Ach, Du sagst, das « seien ja nur Beispiele » ? Du lädst ernsthaft Schrott hoch statt der jeweils ‘besseren’ aus einem Termin, um diese ominöse ‘Bildqualität’ zu untermauern ? Hein, es nennt sich Editing. Culling. Sortieren. Es ist *etwas ganz ganz anderes*, als dieses Lr oder Ps. Aber wie willst das sortieren, wenn keine Ahnung da ist, *was* denn nun eigentlich zu den ‘besseren’ gehört und was Müll ist ? Lass gut sein – ich sehe, wie sich das Fragezeichen aus der Schädeldecke schält. Solange Dir selbst grundlegende Dinge, die mit dem schwarzen Wunderkasten veranstaltet werden können unbekannt bleiben sollen und Du und den Blick über den Tellerrand so strampelnd verweigerst, bin ich bei Deinen Werken keine Hilfe. Das liegt daran, als ich vollkommen anders zu gucken verstehe. Mir ist auch bekannt, wie sowas im Sucher arrangiert werden kann, damit hinterher die Geschichte mit dem ‘weiterblättern’ wenigstens einen kleinen Moment länger andauert. Für Dich eben flott aus dem Ärmel in Sachen Bild die ‘schnellen’ Sachen, die ‘einfachen’, die Grundlagen. Drittelregel mal gehört ? Achte mit auf Balance, denn so ganz ohne jedwede Überlegung sind diese ‘Kraftpunkte’ albern. Füll das Sucherbild mit dem Objekt der Begierde, wenn es möglich ist. Oder angebracht. Wenn Du das so geil findest, wie Deine geile Geilolinse alles ‘auflösen kann’, dann geh doch einfach näher ran. Ich mach sowas, wenn es mir auf solche Sachen ankommt. Wird nämlich noch viel geiler. Und ganz offenbar ist Dir das auch ganz doll wichtig gewesen, oder was soll sonst dieser Ausschnitt mit den Härchen unterm Kinn ? Makro und auf die Pelle rücken. Simple as that. Und wenn du daaaann reinkriechst – das Leben in einer Pore ! Fas.Zi.Ni.Rend. Bau Dein Motiv in einen Rahmen innerhalb des Suchers. ‘Subframing’ heisst das. Arrangier das Hauptmotiv so, dass es ohne ewiges Rätselraten erkannt werden kann – es ist irre hilfreich, das als ‘Kontur’ oder ‘Form’ begreifen zu können. Das ist dann der Moment, in dem das mit dem ‘Klotz auf dem Schafott’ von weiter vorne passiert. Allerdings, bevor die Welt das sehen muss. Geh drumrum um das Motiv, such den besten Bildwinkel. Das ist Dein Auftrag, eigentlich. Der erstbeste Anblick war schon immer nur halbgar, semitoll, meistens doof. ‘Working the scene’ weiss der anglophil Bewanderte das zu benennen. Wenn Dich an einer Situation irgendetwas hat stoppen und zu einer Art von Bild animieren lassen, weisst Du, was das war ? Ach ? Ist eine Übungssache. Üben, Hein. In echt. Draussen. Anlesen ist schon ganz gut, aber … keine Übung, keine praktische Ahnung, selbst im Ansatz kein Meisterstück. Ist so. Akzeptier das. Und das beste Bild aus diesem work-out. Hast Du immer dieses unheilverkündende Knacken in den Knien, oder was hat das mit immer der gleichen Aufnahmehöhe auf sich ? Working the scene. Da guckste schon wieder fragend, tja. Es gibt von einem berühmten Fotografen diesen Spruch « A good photograph is knowing where to stand ». Und wenn ein wirklicher Fotograf das weiss, wo die Kamera wie ‘hingestellt’ werden möchte, dann spielt er mit allen Möglichkeiten, die der schwarze Wunderkasten ihm wortwörtlich in die Hand gibt und mit denen er seine Sicht auf die Dinge umsetzen kann. Er kennt auch diesen Trick mit Bewegung und was ‘verschwommen’ bewirken kann. Des Hauptobjektes ! – das mit zermatschendem Hintergrund kann jeder Trottel. Und wie er das so überdenkt, fragt sich ein Fotograf auch gleich, ob dieses und jenes tatsächlich im Rahmen des Sucherausschnitts sein muss. Oder ob es das Bild eher … ich sag mal ‘verletzt’. Wehtut. Schmerzt. Augenkrebs. Also alles das, was Du in den Forengallen so ‘toll’ findest, weil Du sofort pathologisch die Zoomfunktion anwirfst, statt erst einmal das Ganze zu erfassen. – Versuch es mal. Ist toll, wenn Knipsereien zu ‘Bildern’ werden.
Du fragst jetzt tatsächlich ernsthaft, « ja, und mit welcher Kamera kann ich denn solche Bilder machen ? » – Himmel, Du bist ja vollkommen überfordert … such Dir irgendeine aus. Magst mich einmal mehr für arrogant halten, aber : Ich kann es mit jeder. |

P.S.
Hein, Du bist Yersinia für jeden, der eigentlich vorhat, ernsthaft in die Fotografie einzusteigen. Kannst Du ändern. Kannst Du lassen. Liegt bei Dir. ‘Beratung’ sollte Dir auf jeden Fall untersagt werden. Du hast mehr als einmal bewiesen, dass Du von ‘Bild’ und wie das visuell wirkungsvoll gebaut werden kann, keinen Hauch an Ahnung hast. 12 Jahre, über 250’000 Dateien und Du ‘wüsstest’, über was Du faselst ? ‘Bildqualität’ – pffft. “Dr. sine jeglicher causa Erwin Prügelpeitsch. Fachklemmpter für Kinderpüscholohgy.”
Paradebeispiel für die berühmten 10’000 Stunden * das FALSCHE gemacht. Und dann dem armen Einsteiger einreden wollen, diese kognitiven Verirrungen seien ein brauchbarer Weg für Fotografie ? Geh weg. Und schäm Dich. Begib Dich vor mehr interessante Sachen. ‘Hübsch’ ist einfach, das kann jeder. ‘Interessant’, da wird es interessant. Wenn Du da was anfängst zu beherrschen, dann kannst nochmal anklingeln.
(*) Eher : “It’s not 10’000 hours that makes a difference, it’s 10’000 mistakes.” Und Du bist immer noch beim ersten …
À propos ‘arrogant’ – ist für Dich eigentlich jeder, der von etwas was versteht, von dem Du keinen Schimmer hast, ‘arrogant’ ? Schlachter ? Anwalt ? Arzt ? Apotheker ? Mechaniker ? Monteur ? Dachdecker, Schreiner, Tischler ? Lehrkörper ? Bäcker ? Schuster ? Steuerberater ? Ich frage nicht mal für einen Freund 😼